1. Prozessablauf eines Dünnschichttrocknungssystems
Schlammmedium-Prozess: Nassschlamm-Aufnahmebehälter + Schlammförderpumpe + Dünnschichttrockner + Halbtrockenschlamm-Ausgabeeinrichtung + Lineartrockner + Produktkühler.
Abgasmediumprozess: Verdampfungsdampf (Mischdampf) + Abgaskasten + Kondensator + Tropfenabscheider + Saugzugventilator + Desodorierungsvorrichtung.
Der Schlamm im Schlammauffangbehälter wird mittels der Schlammschneckenpumpe direkt zum Dünnschichttrockner zur Trocknung gefördert. Der Schlammeinlass des Dünnschichttrockners ist mit einem pneumatischen Schieberventil ausgestattet, das mit den Steuerungsparametern der Förderpumpe, der Förderschnecke, den Sicherheitseinrichtungen des Dünnschichttrockners sowie weiteren Geräten und Messgeräten verriegelt ist.
Der Dünnschichttrockner hat ein Nettogewicht von 33.000 kg und Abmessungen von Φ1.800 × 15.180 mm. Er ist horizontal angeordnet und installiert. Der in den Trockner einlaufende Schlamm wird durch den Rotor während der Rotation gleichmäßig auf der heißen Wandfläche verteilt. Gleichzeitig sorgt ein Paddel am Rotor für die wiederholte Durchmischung des Schlamms. Beim Auslauf verdunstet das im Schlamm enthaltene Wasser. Die nach der Trocknung aus der Dünnschicht angetrockneten Schlammpartikel werden über ein Förderband (aktiviert je nach gewünschtem Feuchtigkeitsgehalt) zum Lineartrockner transportiert und gelangen anschließend in den Schlammkühler. Dort wird der Schlamm durch die im Kühler strömende Luft und das im Gehäuse und an der rotierenden Welle vorbeifließende Kühlwasser gekühlt. Der Feuchtigkeitsgehalt wird von 80% auf 35% reduziert (der Schlammfeuchtigkeitsgehalt von 35% ist die obere Prozesskontrollgrenze der einzelnen Anlage des Dünnschichttrockners).
Das aus dem Dünnschichttrockner austretende Trägergas enthält viel Wasserdampf, Staub und flüchtige Gase (hauptsächlich H₂S und NH₃). Eine direkte Ableitung würde die Umwelt belasten. Daher sieht dieses Projekt ein Trägergas-Sammelsystem sowie einen Kondensator und einen Nebelabscheider vor, um Staub und Wasserdampf aus dem Abgas zu entfernen. Die Abscheiderichtung ist der Schlammbewegung im rotierenden Zylinder entgegengesetzt. Das Abgas mündet oberhalb des Schlamms in den Kondensator, wo das Wasser durch die Verdunstung des Abgases gekühlt wird. Mittels indirektem Wärmeaustausch wird das Sprühwasser über einen Plattenwärmetauscher und einen Kühlturm abgeführt, um Wasser zu sparen und die Abwassermenge zu reduzieren. Nicht kondensierbare Gase (geringe Mengen an Wasserdampf, N₂, Luft und flüchtige Schlammbestandteile) passieren den Demister. Schließlich wird das Abgas mittels eines Saugzugventilators aus dem Trocknungssystem zur Desodorierungsanlage geleitet.
Als Wärmequelle wird Dampf benötigt, der aus dem nahegelegenen Wärmeleitungsnetz bezogen wird. Die Dampfversorgungsbedingungen sind: Dampfdruck 1,0 MPa, Dampftemperatur 180 °C und Dampfmenge 2,5 t/h.
2. Technische Parameter der Hauptausrüstung für den Dünnschichttrocknungsprozess
Gemäß den Anforderungen dieses Projekts beträgt die Schlammbehandlungskapazität einer einzelnen Schlammtrocknungsanlage 2,5 t/h (bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 80 %), der Schlammfeuchtegehalt liegt bei 35 %. Die tägliche Schlammbehandlungskapazität eines einzelnen Dünnschichttrockners beträgt 60 t/d (bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 80 %), die Nennverdampfungsleistung 1,731 t/h, die Wärmeaustauschfläche 50 m², der Feuchtigkeitsgehalt des Schlammeinlaufs 80 % und der des Schlammauslaufs 35 %. Die Wärmequelle des Dünnschichttrockners ist gesättigter Dampf. Die Qualität der Dampfzufuhr wird durch folgende Parameter gewährleistet: Dampftemperatur 180 °C, Dampfdruck 1,0 MPa, Dampfverbrauch eines einzelnen Dünnschichttrockners 2,33 t/h, Anzahl der Dünnschichttrockner 2, jeweils einer pro Trockner.
Der gesättigte Dampf mit einer Temperatur von 180 °C wird über die Druckleitung zum Lineartrockner geleitet und dient dort als Wärmequelle zur indirekten Erwärmung des halbtrockenen Schlamms. Das im Schlamm enthaltene Wasser verdampft anschließend im Lineartrockner. Je nach Bedarf (Start und Stopp) kann der Schlamm einen Restfeuchtegehalt von 10 % erreichen und wird dann dem Produktkühler zugeführt.
Die Verarbeitungskapazität des Lineartrockners beträgt 0,769 t/h (Feuchtigkeitsgehalt 35 %), die Nennverdampfungsleistung 0,214 t/h, die Wärmeaustauschfläche 50 m², der Feuchtigkeitsgehalt des Schlammeinlasses 35 %, der Feuchtigkeitsgehalt des Schlammauslasses 10 %, die Dampfqualitätsparameter des Lineartrockners: Die Dampftemperatur beträgt 180 °C, der Dampfdruck 1,0 MPa, der Dampfverbrauch eines einzelnen Lineartrockners 0,253 t/h, und es wird jeweils 1 Gerät geliefert.
Der Trägergaskondensator ist vom Typ Direkteinspritz-Hybridkondensator mit einem Lufteinlass von 3 500 Nm3/h, einer Einlassgastemperatur von 95~110 ℃, einer Auslassgastemperatur von 90~180 Nm3/h und einer Auslassgastemperatur von 55 ℃.
Der Trägergas-Saugventilator ist ein Hochdruck-Radialventilator mit einem maximalen Luftansaugvolumen von 400 Nm³/h und einem Luftdruck von 4,8 kPa. Die physikalischen Parameter des Trägergasmediums sind: eine Temperatur von 45 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 80 % bis 100 % (feuchtes Luft-Geruchsgasgemisch). Ein Trocknungssystem ist mit einem solchen Ventilator ausgestattet.
Die Verarbeitungskapazität des Produktkühlers beträgt 1,8 t/h, die Schlammeintrittstemperatur beträgt 110 °C, die Schlammaustrittstemperatur beträgt ≤45 °C, die Wärmeaustauschfläche beträgt 20 m² und die Anzahl beträgt 1 Einheit.
3. Analyse des wirtschaftlichen Energieverbrauchs während der Inbetriebnahme des Dünnschichttrockners
Nach fast einem halben Monat Einzelinbetriebnahme und Schlammbeladungsinbetriebnahme des Dünnschichttrocknungsprozesses ergeben sich folgende Ergebnisse.
Die Auslegungskapazität eines einzelnen Dünnschichttrockners in diesem Projekt beträgt 60 t/d. Derzeit liegt die durchschnittliche Nassschlammbehandlung während der Inbetriebnahmephase bei 50 t/d (Feuchtigkeitsgehalt 79 %), was 83 % der geplanten Nassschlammbehandlungskapazität und 87,5 % der geplanten Trockenschlammbehandlungskapazität entspricht.
Der durchschnittliche Feuchtigkeitsgehalt des vom Dünnschichttrockner erzeugten halbtrockenen Schlamms beträgt 36 %, und der Feuchtigkeitsgehalt des vom Lineartrockner exportierten halbtrockenen Schlamms beträgt ebenfalls 36 %, was im Wesentlichen dem Zielwert des Konstruktionsprodukts (35 %) entspricht.
Gemessen mit dem externen Sattdampfzähler in der Schlammtrocknungsanlage beträgt der Sattdampfverbrauch 25 t/d, und der theoretische tägliche Gesamtwärmeverbrauch für die Verdampfungswärme des Dampfes beträgt 25 t × 1000 × 2014,8 kJ/kg ÷ 4,184 kJ = 1,2038719 × 10⁷ kcal/d. Die durchschnittliche tägliche Gesamtmenge des verdampften Wassers des Trocknungssystems beträgt (50 t × 0,79) - [50 t × (1 - 0,79)] ÷ (1 - 0,36) × 1000 = 23875 kg/d. Der spezifische Wärmeverbrauch des Schlammtrocknungssystems beträgt somit 1,2038719 × 10⁷ ÷ 23875 = 504 kcal/kg verdampftes Wasser. Da das Schlammtrocknungssystem von Schwankungen des Feuchtigkeitsgehalts des Nassschlamms, der Qualität des externen Dampfes und den Eigenschaften der Transportausrüstung für das halbtrockene Schlammprodukt hinsichtlich der Korngrößenanforderungen und anderer Faktoren abhängt, ist es notwendig, die Werte verschiedener Variablen im zukünftigen Langzeitversuch zu optimieren, um die besten Betriebsbedingungen und den wirtschaftlichsten Energieverbrauchsindex des Systems zu ermitteln.